Rechnung schreiben als Übersetzerin: Von Normzeile zu Honorar
Du übersetzt Verträge aus dem Französischen, lokalisierst Marketingtexte vom Englischen ins Deutsche, beglaubigst Urkunden für österreichische Behörden. Übersetzen ist Präzision und Verantwortung – jedes Komma trägt. Doch wenn es um deine eigene Rechnung geht, wird oft improvisiert. Manche Kunden rechnen pro Normzeile (55 Anschläge), manche pro Wort, manche pauschal pro Dokument. Wie bringst du das in eine saubere, akzeptierte Rechnung?
Dieser Artikel zeigt freiberuflichen Übersetzerinnen und Übersetzern in DE/AT/CH, wie sie mit InvoiceFlow ihre Honorarabrechnung souverän führen.
Warum Übersetzer eine professionelle Rechnungsstellung brauchen
Übersetzer sitzen oft zwischen mehreren Welten: Auftraggeber aus Frankreich, Endkunden in Deutschland, eine Rechnung in Englisch, eine in Französisch. Mehrsprachige Rechnungen sind hier kein Luxus, sondern Standard.
Zudem ist die Branche von Mengenangaben geprägt: Normzeile (DE/AT), Wortpreis (international), Pauschale (beglaubigt, beeidet). Das Finanzamt verlangt klare Mengeneinheiten in der Rechnung.
Die größten Schmerzpunkte
Verschiedene Mengeneinheiten. Wer mit derselben Vorlage Zeilen, Wörter und Pauschalen abrechnen will, scheitert oft an starren Formularen.
Beeidete Übersetzungen. Beglaubigungsstempel, Pauschalpreise pro Dokument, manche Behörden zahlen direkt, manche nicht.
Internationale Agenturen. Eine Pariser Übersetzungsagentur zahlt in 60 Tagen, manchmal in USD, manchmal in EUR.
Reverse Charge. Eine niederländische Übersetzungsagentur kauft deine Leistung B2B – Reverse Charge mit gültiger USt-IdNr.
CAT-Tools. Trados, MemoQ, Phrase – die Kosten sind dein Investment, gehören nicht direkt auf die Rechnung, aber in die Kalkulation.
Wie InvoiceFlow das löst
Mengeneinheiten frei wählbar
Pro Position: Normzeile, Wort, Stunde, Dokument, Seite. Du kannst pro Kunde Standardeinheiten hinterlegen.
Mehrsprachige PDFs
Eine Rechnung an die französische Agentur in Französisch, eine an den Wiener Direktkunden in Deutsch, eine an die kanadische Stadt auf Englisch – alle aus derselben App. NotoSans und HarfBuzz garantieren saubere Akzente.
Mehrwährungsfähigkeit
EUR, USD, CHF, GBP – Kursfixierung pro Rechnung.
Beeidete Übersetzungen als Standard-Position
Lege „Beglaubigte Übersetzung Urkunde, deutsch-französisch, inkl. Beglaubigungsstempel” als Vorlage an, mit pauschaler Preisangabe.
Kleinunternehmerregelung
Aktivierbar pro Profil. Sobald du die Grenze überschreitest, deaktiviere und stelle auf Regelbesteuerung um.
Wiederkehrende Rechnungen für Stammkunden
Eine deutsche Anwaltskanzlei beauftragt monatlich Vertragsübersetzungen. Du baust ein monatliches Schätzpaket und korrigierst am Ende des Monats nach tatsächlicher Wortmenge.
Belege scannen
CAT-Tool-Abos, Wörterbücher, Reisen zu Gerichtsterminen – alles scannen und sortieren.
Praxisbeispiel: Markus aus Innsbruck
Markus, 47, beeideter Übersetzer für Italienisch-Deutsch in Tirol, betreut zwei Gerichte, drei Anwaltskanzleien und eine Mailänder Übersetzungsagentur. Honorare: Normzeile 1,75 € (Standard), Beglaubigung pro Dokument 45 €, Eilzuschlag 30 %.
Vorher: Word-Vorlagen mit kopierter Kopfzeile, Excel für die Wortzählung, drei Mahnungen pro Quartal an die Mailänder Agentur.
Mit InvoiceFlow ab Sommer 2025: Vier Standardpositionen mit Mengeneinheiten Normzeile/Dokument/Stunde. Mailänder Agentur erhält Rechnung auf Italienisch in EUR mit Reverse-Charge-Hinweis (gültige UID). Anwaltskanzleien in Innsbruck und Salzburg mit UID und ohne Reverse Charge (innerstaatliche B2B). Gerichte in beglaubigter Pauschale. Mahnstufen automatisch ab Tag 31.
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Profil anlegen. Mit USt-IdNr. und Beeidigungsnachweis (falls relevant).
- Mengeneinheiten konfigurieren. Normzeile, Wort, Dokument, Stunde.
- Standardpositionen pflegen.
- Kunden anlegen mit Sprache + Währung.
- Auftragsannahme. Wortmenge schätzen oder Pauschalpreis.
- Lieferung + Rechnung. Mehrsprachig nach Empfänger.
- Mahnstufen automatisch.
- Quartalsexport.
Häufige Fehler
Normzeile vs. Wortpreis vermischen. Pro Auftrag eine Einheit, klar dokumentiert.
Beglaubigungsstempel vergessen abzurechnen. Eigene Position, nicht in Zeilenpreis einrechnen.
Reverse Charge falsch. Innergemeinschaftliche B2B = Reverse Charge mit gültiger USt-IdNr. UK seit Brexit als Drittland.
Eilzuschläge nicht ausweisen. Eigene Position mit Hinweis „Eilzuschlag 30 % wegen Lieferung innerhalb 24h”.
Mahnungen scheuen. Verzugszinsen sind dein gutes Recht.
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